Nachts im Museum

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Nachts im Museum – nicht erst seit dem Erfolg des gleichnamigen Films eine spannende Vorstellung für viele. In mittlerweile mehr als 120 Städten europaweit macht die „Nacht der Museen“ seit 1997 genau das möglich. Einmal im Jahr begeistern auch in Hannover eine Vielzahl von Museen Kulturfans jeden Alters- und das bereits zum 18. Mal. In diesem Jahr feierte die Landeshauptstadt mit der Museumsnacht am 25.6. gleichzeitig in ihren 775. Geburtstag hinein.

museum3Ab 18.00 Uhr öffneten 18 Häuser ihre Türen für zahlreiche Besucher. Für gerade einmal 7€ boten die Museen besondere Programmpunkte für Jung und Alt: von Kinderschminken über Kostümproben bis hin zu Kuratorenführungen und Fachvorträgen war für jeden Geschmack etwas dabei. Eine gute Gelegenheit, in neue Ausstellungen reinzuschnuppern oder aber auch mal ein neues Museum zu besuchen und dabei mit Fachleuten sowie anderen Besuchern ins Gespräch zu kommen. Die Veranstalter zeigten sich zufrieden, so sei die Zahl der Besucher im Vergleich zum vergangenen Jahr zwar leicht gesunken, die durchschnittliche Anzahl der besuchten Häuser jedoch gleichzeitig auf sechs pro Person angestiegen.

13523781_1125916440802290_1891666323_oMit fünf besuchten Museen bin ich selbst zwar nicht ganz an den allgemeinen Durchschnitt herangekommen, bin aber trotzdem mit einer ganzen Menge neuer Eindrücke nach Hause gegangen. Nach einem kurzen Aufenthalt im Historischen Museum, das sich jedes Jahr aufs Neue ganz besondere Aktionen überlegt und übrigens zu diesem Anlass auch den Beginenturm für Besucher öffnet, ging es weiter ins Künstlerhaus. Im dortigen Kino wurden den ganzen Abend lang alte, historische Kurzfilme über Hannover gezeigt. Ob Königin Elizabeth II, die 1965 zum Staatsbesuch in den Herrenhäuser Gärten empfangen wird oder eine Bilanz der Aufbauleistungen der Nachkriegszeit- hier konnten die Zuschauer Hannover einmal aus einer ganz anderen Perspektive sehen. Im Anschluss machten wir uns auf den Weg nach Herrenhausen, um zunächst im Wilhelm Busch Museum an einer Kurzführung durch die Geschichte der Karikatur teilzunehmen, bevor es uns in das Museum Schloss Herrenhausen zog. Der Besuch lohnte sich insbesondere auch, da der Große Garten anlässlich der Nacht der Museen illuminiert war- immer wieder ein wunderschöner Anblick.

museum4 An vielen Orten konnten Besucher die Nacht entweder ruhig ausklingen lassen oder aber bei einer Geburtstagsparty anlässlich des 775. Stadtjubiläums im Künstlerhaus ordentlich feiern. Wir entschieden uns, im Museum August Kestner am Trammplatz Tangotanzende zu bewundern, bevor dort die traditionelle Taschenlampenführung durch die Dauerausstellung begann. Einen schönen Abschluss bildete ein Spaziergang zum Maschteich, der sich mit einer schwimmenden Lichterkette bereits für Hannovers Geburtstag geschmückt hatte.

Tipp: Die „leine de lights“ können noch bis zum 24.7. täglich bewundert werden.

Wie jedes Jahr ein tolles Erlebnis, bei dem sicherlich bei einigen die Begeisterung für weitere Museumsbesuche geweckt wurde. Ich freue mich schon auf die nächste „Nacht der Museen“ und bis dahin werde ich bestimmt die ein oder andere Ausstellung noch einmal genauer anschauen.

Eure Alex

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